Die Aufnahme von 1958
zeigt Maria Callas mit Rudolf Bing
nach der Premiere von Verdis La Traviata
an der Metropolitan Opera New York.
(Den Namen des Fotografen konnte ich leider nicht ausfindig
machen, Hinweise nehme ich gerne entgegen.)
Noch im selben Jahr kündigte Bing, der damalige Generaldirektor
der Met, ihren Vertrag für die nächste Spielzeit,
weil sie sich über die Reihenfolge der Aufführungen
nicht einigen konnten.
1959 schlossen beide Frieden und Maria Callas trat 1965 in zwei
Aufführungen als Tosca wieder an der Met auf.
Ihr Debüt an der Met feierte Maria Callas bereits 1956.
Mit dieser Aufführung als Norma wurde sie zu einer der
berühmtesten Sängerinnen der Welt.
Maria Callas:
"Bing hat mir vorgeworfen, ich
sei schwierig. Natürlich bin ich schwierig,
so wie alle ernsthaften und verantwortungsvollen Künstler.
Das müssen sie sein.
Bing brauchte seinen Zorn nicht an mir auszulassen. Ich hätte
nicht auch noch für seine Probleme mit anderen Künstlern
bezahlen sollen.
Mir werden die Zuschauer an der Met fehlen, die zu den besten
der Welt gehören. Sie sind aufgeschlossen und würdigen
etwas Neues bei den seltenen Gelegenheiten, wenn es ihnen geboten
wird. Aber mir werden nicht die Produktionen der Met fehlen
mit ihren Bühnenbildern und Kostümen aus dem Mittelalter.
Ich habe einige Opernhäuser verloren, und das bedaure ich.
Ich bedaure die Mißverständnisse und die manchmal
offenkundige Unehrlichkeit und mangelnde Fairneß der angeblich
verantwortungsvollen Leute, die diese Situation herbeigeführt
haben. Wenn ich wirklich etwas gesagt oder getan habe, dann
übernehme ich die volle Verantwortung dafür. Ich bin kein Engelund
versuche auch nicht, diesen Anschein zu erwecken. Das ist keine
meiner Rollen. Aber ich bin auch
kein Teufel.Ich bin eine Frau und
eine ernsthafte Künstlerin. Und als solche möchte
ich angesehen werden."
(Aus "Maria Callas, Die Biographie" von Stelios Galatopoulos)