Andrea Schoberth
Auftragsatelier Bayreuth
Hommage an Maria Callas
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Bild Nr. 9

"Metropolitan Opera 1958"

Öl auf Leinwand, 2005
60 x 80 cm

 

 

 

 

Die Aufnahme von 1958 zeigt Maria Callas mit Rudolf Bing nach der Premiere von Verdis La Traviata an der Metropolitan Opera New York.
(Den Namen des Fotografen konnte ich leider nicht ausfindig machen, Hinweise nehme ich gerne entgegen.)

Noch im selben Jahr kündigte Bing, der damalige Generaldirektor der Met, ihren Vertrag für die nächste Spielzeit, weil sie sich über die Reihenfolge der Aufführungen nicht einigen konnten.
1959 schlossen beide Frieden und Maria Callas trat 1965 in zwei Aufführungen als Tosca wieder an der Met auf.
Ihr Debüt an der Met feierte Maria Callas bereits 1956. Mit dieser Aufführung als Norma wurde sie zu einer der berühmtesten Sängerinnen der Welt.


Maria Callas:

"Bing hat mir vorgeworfen, ich sei schwierig. Natürlich bin ich schwierig, so wie alle ernsthaften und verantwortungsvollen Künstler. Das müssen sie sein.
Bing brauchte seinen Zorn nicht an mir auszulassen. Ich hätte nicht auch noch für seine Probleme mit anderen Künstlern bezahlen sollen.
Mir werden die Zuschauer an der Met fehlen, die zu den besten der Welt gehören. Sie sind aufgeschlossen und würdigen etwas Neues bei den seltenen Gelegenheiten, wenn es ihnen geboten wird. Aber mir werden nicht die Produktionen der Met fehlen mit ihren Bühnenbildern und Kostümen aus dem Mittelalter.
Ich habe einige Opernhäuser verloren, und das bedaure ich. Ich bedaure die Mißverständnisse und die manchmal offenkundige Unehrlichkeit und mangelnde Fairneß der angeblich verantwortungsvollen Leute, die diese Situation herbeigeführt haben. Wenn ich wirklich etwas gesagt oder getan habe, dann übernehme ich die volle Verantwortung dafür.

Ich bin kein Engel und versuche auch nicht, diesen Anschein zu erwecken. Das ist keine meiner Rollen. Aber ich bin auch kein Teufel. Ich bin eine Frau und eine ernsthafte Künstlerin. Und als solche möchte ich angesehen werden."


(Aus "Maria Callas, Die Biographie" von Stelios Galatopoulos)