Andrea Schoberth
Auftragsatelier Bayreuth
Hommage an Maria Callas
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Bild Nr. 8

"Mailand 1958"

Öl auf Leinwand, 2005
80 x 100 cm

 

 

 

 

Die Aufnahme zeigt Maria Callas nach ihrem vorerst letzten Auftritt an der Mailänder Scala am 31. Mai 1958.
Am Ausgang wurde sie vom Mailänder Publikum mit Blumen überhäuft...

Maria Callas verließ die Scala wegen des damaligen Generalintendanten Antonio Ghiringhelli, der es aufgrund diffiziler Hintergründe unterlassen hatte, den "Skandal von Edinburgh" im vergangenen Jahr richtigzustellen und sie damit weiter in den Verruf der Skandal-Diva brachte.

1959 schlossen beide Frieden und Maria Callas kehrte 1960 mit Poliuto an die Scala zurück. Ihr letzter Auftritt an der Scala war im Juni 1962 mit Medea.

Maria Callas:

"Es war eine sehr emotionale Zeit für mich und in mancher Hinsicht eine schwierige Zeit. Nach mehr als einjähriger Abwesenheit von der Bühne hatte ich vor Poliuto nur zweimal die Norma in Epidaurus gesungen, und das war drei Monate her. Aber das hätte keine Rolle gespielt, wenn es nicht die Scala gewesen wäre.
Verstehst du,
im Geist hatte ich die Scala nie verlassen, aber ich kam als entfremdete Künstlerin zurück...
Außerdem hatten sich mit meiner Stimme seit dem letzten Auftritt an der Scala bedeutende Veränderungen vollzogen... Trotzdem war ich während dieser Zeit glücklich, und meine neu gefundene relative Gelassenheit verlieh mir Kraft zur Rückkehr 'nach Hause'...
Doch ich hätte nicht in dieser Oper gesungen, wenn die Rolle der
Paolina mich nicht beschäftigt hätte. Ihr Übertritt zum Christentum, der sie schließlich zu ihrem einzigartigen Opfer befähigt, vollzieht sich sehr überzeugend. Sie folgt ihrem Mann nicht nur in den Tod. Die Liebe zu ihrem Mann war indirekt ein Mittel, um ihren Glauben zu finden..."


(Aus "Maria Callas, Die Biographie" von Stelios Galatopoulos)