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Die Aufnahme entstand 1957 bei der Einspielung
von Manon und
Turandot in Mailand und stammt vermutlich
von Erio Piccagliani.
(Den Namen des Fotografen konnte ich leider nicht ausfindig
machen, Hinweise nehme ich gerne entgegen.)
Maria Callas sang die Rolle der Turandot
nur zu Beginn ihrer Karriere in den Jahren 1948 und 1949 in
Italien und Argentinien.
Maria Callas:
"Wegen meiner großen dramatischen
Sopranstimme wollte man, dass ich diese Rolle singe. Damals
war die Oper schwer zu besetzen, denn es gab nicht viele Sopranistinnen,
die das konnten. Es war eine Herausforderung. Da ich jung
und völlig unbekannt war, hatte
ich eine gute Möglichkeit, mir einen Namen zu machen.
Ich habe die Rolle an verschiedenen Opernhäusern in Italien
und Argentinien gesungen. Aber ich danke Gott für das Auftauchen,
oder sollte ich sagen, das Wunder von I
Puritani in Venedig.
Nicht lange danach habe ich die Turandot aufgegeben, da ich
andere Rollen sang. Aber verstehe mich nicht falsch, ich hatte
nichts gegen Turandot. Man könnte sagen, ich liebte sie
nicht leidenschaftlich und sie war in meinen Anfangsjahren nicht
gut für meine Stimmbänder. Außerdem ist es eine
zu statische Rolle.."
***
Il Gazzettino, Venedig 1948:
"Gewiß, ihre Stimme hat einige Unebenheiten,
aber das vergißt man einfach. Maria Callas, eine Künstlerin
von ungewöhnlicher Finesse, Sensibilität und Intelligenz
und mit einer höchst eindrucksvollen Bühnenpräsenz,
bewältigte die schwierige Rolle mit Energie und Selbstvertrauen.
Ihre Stimme war von plastischer Klarheit, und wenn die Rolle
es verlangte, sogar von großer Sanftheit."
(Aus "Maria Callas,
Die Biographie" von Stelios Galatopoulos)
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