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1954
feierte Maria Callas ihr amerikanisches Debüt in der Rolle
der Norma am
Lyric Theater in Chicago.
Mit diesem herausragenden Erfolg setzten die größten
Jahre ihrer künstlerischen Laufbahn ein.
Norma ist eine der schwierigsten Rollen im gesamten Opernrepertoire
und gilt als die italienische Primadonnenoper par excellence.
Maria Callas verkörperte die Rolle der Druidenpriesterin
zum ersten Mal 1948 in Florenz und zuletzt an der Pariser Oper
1965.
Maria Callas:
"Sie ist in vieler
Hinsicht wie ich. Norma erscheint vielleicht stark, manchmal
sogar grausam, aber in Wirklichkeit ist sie ein Lamm, das wie
ein Löwe brüllt. Sie ist die aufbegehrende Frau, die
stolz ihre Gefühle zeigt und am Ende beweist, dass sie
in einer Lage, für die sie im Grunde selbst verantwortlich
ist, nicht böse und ungerecht sein kann. Meine Tränen
in Norma waren nicht gespielt..."
"Der Belcanto
ist eine eigene Sprache der Kunst, und seine Theorie und Praxis
sind sehr umfangreich - je mehr man lernt, desto weniger weiß
man, was man gelernt hat. Neue Probleme und Schwierigkeiten
tauchen auf.
Man muss dem Belcanto immer mehr Liebe schenken und ihn mit
mehr Leidenschaft behandeln, denn er ist faszinierend und nicht
mit Händen zu greifen..."
***
Tullio Serafin (1878 - 1968),
Mentor, Freund und "Ersatzvater" der Callas:
".. sie hatte für die unterschiedlichen
Rollen verschiedene Stimmen. Ich habe viele Stimmen der Callas
kennengelernt. Sie können mir glauben, ich habe nie darüber
nachgedacht, ob ihre Stimme schön oder hässlich ist.
Ich weiß nur, dass es stets die richtige war, und das
ist mehr als schön."
(Aus "Maria Callas,
Die Biographie" von Stelios Galatopoulos)
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